Die Anne-Frank-Realschule lebt die Patenschaft für einen Stolperstein in Marbach.

stolperstein2019

Am 27. Januar 2019 war der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Zu diesen gehörten auch die Opfer des Euthanasie-Programms im Dritten Reich. Pauline Stiegler, die bis 1926 in der Niklastorstraße 12 in Marbach wohnte, gehörte ebenfalls zu den Menschen, die von dem Programm betroffen waren und schließlich in Grafeneck auf Grund ihrer Behinderung von den Nazis umgebracht wurde.

Damit Pauline Stieglers Schicksal nicht vergessen wird, wurde in Marbach an ihrer alten Wohnstätte ein Stolperstein verlegt, der von der Anne-Frank-Realschule gepflegt wird.

In diesem Jahr waren die Schüler der evangelischen Religionsgruppe der Klassen 10b und 10c zu Pauline Stieglers Gedenken bei ihrem Stolperstein, um sich mit ihrem Schicksal und der Frage: „Welches Leben ist lebenswert?“ auseinander zu setzen. Sie diskutierten über die Folgen von Paulines Unfall für ihr weiteres Leben und widmeten sich auch der Frage, wie unsere Gesellschaft heute mit Menschen mit Behinderungen umgeht.

Am Ende steht die Erkenntnis, dass niemand das Recht und die Macht haben sollte zu entscheiden, welches Leben es wert ist, gelebt zu werden und welches nicht. Daran soll Paulines Schicksal uns bis heute erinnern.