Über den eigenen Weg nach der Mittleren Reife sollten sich die Schüler gemeinsam mit ihren Eltern frühzeitig Gedanken machen:

Wer eine Duale Berufsausbildung beginnen möchte, bewirbt sich in der Regel bereits mit dem Zeugnis der 9.Klasse. Die Firmen achten dabei nicht nur auf die Hauptfachnoten, sondern insbesondere auch auf die "Kopfnoten" für Verhalten und Mitarbeit. Auch eine 5 in einem Nebenfach kann schwer wiegen, da hier Vermutungen über Tugenden und Kompetzenzen wie Fleiß, Konzentration oder Lese- und Sprachfertigkeit angestellt werden.

Mit dem Halbjahreszeugnis der 10. Klasse geht man die Anmeldung für die eine weitere schulische Ausbildung an (Berufskolleg oder berufliches Gymnasium). Als Mindestanforderung spricht man bei den Hauptfachnoten (D, M und E) häufig von einem Schnitt von 3,0. In der Realität liegt die Anforderung häufig höher, z.B. bei Schnitten zwischen 2,3 und 2,6  - je nach Schulrichtung, die man besuchen möchte.

Achtung: Da man sich erst mit dem Halbjahreszeugnis der 10. Klasse bei den Schulen bewerben kann, kann man mit leeren Händen dastehen, wenn diese Option missglückt und man sich nicht am Ende der 9. Klasse um einen Ausbildungsplatz bemüht hat.

Berufskolleg

Wer einen Mittleren Bildungsabschluss hat, erhält im Berufskolleg eine berufliche Ausbildung und eine erweiterte allgemeine Bildung. Dabei ist der enge Theorie-Praxis-Bezug ein wesentliches Merkmal. Diese Links informieren Sie über die verschiedenen Richtungen an Berufskollegs.
 
Gewerblich-technisches Berufskolleg
Es gibt fünf Arten des gewerblich-technischen Berufskollegs. Allerdings finden Sie hier auch das dreijährige Berufskolleg Fahzeugtechnik und Metall, das in Teilzeit unterrichtet wird.
 
Kaufmännisches Berufskolleg
Informationen zum kaufmännischen Berufskolleg
 
Hauswirtschaftliche, pflegerische und sozialpädagogische Berufskollegs
Informationen zu den hauswirtschaftlichen, pflegerischen und sozialpädagogischen Berufskollegs
 
Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife
1- jähriges Berufskolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife. Diese Schulart baut auf eine Berufsausbildung und Mittlerem Bildungsabschluss auf.
 
Duales Berufskolleg Soziales (Teilzeit) - BKST
Informationen zum Berufskolleg Fachrichtung Soziales (Teilzeit)
 
 
Die Regierungspräsidien in Baden-Württemberg richten je nach Bedarf an den beruflichen Schulen entsprechende Schularten ein. Eine aktuelle Online-Übersicht für jede Kollegart finden Sie auf den Seiten des Kultusportals Baden-Württemberg in der "Liste der Standorte Beruflicher Schulen" (rechte Spalte).
 
Quelle: Landesbildungsserver Baden-Württemberg.
 
 
 

Duale Berufsausbildung

Gerade wegen der Verbindung von Theorie und Praxis gilt diese Ausbildungsform als Besonderheit des deutschen Bildungssystems und findet auch international Anerkennung.

Die betriebliche oder auch duale Ausbildung ist die am weitesten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und Berufsschulbildung garantiert eine perfekte Verbindung von Theorie und Praxis.

Etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland haben im Verlauf ihres Bildungsweges eine Berufsausbildung im dualen System absolviert.

„Dual“ meint in diesem Zusammenhang die Kombination aus praktischer Ausbildung in einem Betrieb und, im Wechsel damit, schulischer Bildung in einer Berufsschule. Spricht man in Deutschland von einer beruflichen Ausbildung, meint man das duale Ausbildungssystem.

Die Ausbildung dauert, je nach Ausbildungsberuf, zwischen zwei und dreieinhalb  Jahren. Betriebliche Ausbildungen werden unter anderem in folgenden Bereichen angeboten:

•im Handwerk
•in Industrie und Handel
•im Dienstleistungsbereich
•in der Schifffahrt
•in der Landwirtschaft
•bei Freiberuflern (z.B. Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern)
•im Öffentlichen Dienst.

 

(Quelle: Agentur für Arbeit)

 

Abitur an beruflichen Gymnasien

Abitur an Beruflichen Gymnasien

Im beruflichen Schulwesen besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten für begabte Schülerinnen und Schüler, nach dem Mittleren Bildungsabschluss den weiteren Durchstieg bis zur Hochschulreife zu erreichen. 

Etwa die Hälfte aller Hochschulzugangsberechtigungen wird an beruflichen Schulen erworben. Fast jedes dritte Abitur (30 Prozent) wird an einem Beruflichen Gymnasium erworben.

Hier finden Sie eine Liste der Beruflichen Gymnasien im Landkreis Ludwigsburg.

Bundesfreiwilligendienst (BuFDi)

Der BuFDi dauert in der Regel 12 Monate. Man kann den Dienst aber auch auf 6 Monate verkürzen oder auf 18 Monate verlängern, maximal möglich sind 24 Monate Dienstdauer.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Soziales (Kinder- und Jugendhilfe, Jugendarbeit, Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, Behindertenhilfe), Umwelt- und Naturschutz, Sport, Integration, Kultur- und Denkmalpflege, Bildung, Zivil- und Katastrophenschutz.

Um BuFDi zu werden muss man zuerst eine Einsatzstelle finden. Nähere Informationen dazu gibt die Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, BAFzA: 0221 3673-0

Quelle: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben