Die Bildungsstandards für Englisch orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Darin ausgewiesen sind 6 Stufen, von denen die ersten drei in der Realschule erreicht werden:

  • A1 nach Klasse 6
  • A2 nach Klasse 8
  • Stufe B1 am Ende von Klasse 10.

Die Bedeutung von Englisch als Zweit- und Verkehrssprache ist heute wichtiger denn je. Die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz steht an oberster Stelle. Somit ist es auch zu der Einführung der Eurokom-Prüfung gekommen, die im 1. Halbjahr der Klasse 10 stattfindet.

Die EUROCOM-Prüfung: Ablauf

1. Präsentation

Hier sollen die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie ein selbst gewähltes Thema strukturieren, verständlich darstellen und erläutern können.

2. Hörverstehen

Beim Hörverstehen werden die rezeptiven Fähigkeiten des Schülers anhand authentischer Hörtexte (Durchsage, Reportage, Telefongespräch, Interview, Dialog) überprüft.

3. Kommunikationssituation

Bei dieser Aufgabenform steht die freie Sprachproduktion im Vordergrund. Die Schüler zeigen, dass sie in der Fremdsprache spontan und situationsbezogen reagieren können. Die Redeanlässe können Bilder, Cartoons, Bildergeschichten, Rollenspiele und Meinungsäußerungen sein.
Außerdem müssen die Schüler auf die veränderte Form der Schriftlichen Abschlussprüfung vorbereitet werden. Sie wurde seit 2001/2002 erprobt und ist seit dem Schuljahr 2004/2005 für alle Realschulen in Baden-Württemberg verpflichtend.

Die schriftliche Prüfung: Fünf Aufgabenbereiche

A. Text-based tasks (Aufgaben zur Überprüfung des Textverständnisses)

Die Schüler sollen zeigen, dass sie den Inhalt eines Textes verstanden haben. Es werden Fragen zum Basistext und Fragen, die über den Basistext hinausgehen, gestellt. Neben den Antworten müssen die Schüler selbst Fragen stellen, die in einen situativen Kontext eingebettet sind.

B. Use of language (Aufgaben zu Wortschatz und Grammatik)

Hier müssen die Schüler ihren gelernten Wortschatz anwenden und zeigen, dass sie den Grammatikstoff beherrschen.

C. Creative writing (Verfassen eigener Textbeiträge)

In diesem Teil geht es um das Verfassen englischer Texte. Denkbare Formen Sind Briefe, Berichte, Bildgeschichten, Tagebucheinträge, Zeitungsberichte. Häufig soll auch über die eigene Meinung zu einem bestimmten Thema geschrieben werden.

D. Skills and techniques (Informationsentnahme und –weitergabe, Übersetzen)

Hier soll der Schüler übersetzen und sich als Dolmetscher bewähren. Ferner geht es darum, einem englischen Text Informationen zu entnehmen und diese an jemanden weiterzugeben, der nur über geringe Kenntnisse der englischen Sprache verfügt.

E. Spelling check (Zusätzliche Überprüfung der Rechtschreibleistung)

Die Rechtschreibleistung wird nicht nur in den Teilen A – D bewertet, sondern auch in diesem letzten Teil der Prüfung getestet. Hier werden Sicherheit im Schreiben häufig vorkommender Wörter sowie Grundkenntnisse über wichtige Rechtschreib- regeln erwartet.